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Tagespflege SchneckenhausTagespflege Schneckenhaus

 

"KINDER SIND WIE BLUMEN. MAN MUSS SICH ZU IHNEN NIEDERBEUGEN

WENN MAN SIE ERKENNEN WILL."

(Friedrich Fröbel)

 

 

Unser Bild vom Kind

Wir sehen jedes Kind als eigenständige Persönlichkeit. Uns ist es wichtig die Kinder dahin in ihrer Entwicklung zu unterstützen, dass sie selbstständig sein können und ihre eigenen Interessen vertreten. Wir legen Wert darauf, dass die Kindern lernen respektvoll mit einander umgehen und ein gemeinsames Miteinander zu entwickeln. Dazu zählt es auch sich an einfache Gruppenregeln zu halten.

Neben dem Umgang mit den anderen Kindern, möchten wir auch, dass die Kinder lernen mit den Spielsachen und Einrichtungsgegenständen sorgsam umgehen.

 

  

Eingewöhnung

Bei der Eingewöhnung ihrer Kinder arbeiten wir nach dem Berliner Eingewöhnungsmodel, das sich wie folgt gestaltet:

Das grundlegende Ziel der Eingewöhnung besteht darin, während der Anwesenheit der Bezugsperson eine tragfähige Beziehung zwischen Tagesmutter und Kind aufzubauen. Diese Beziehung soll bindungsähnliche Eigenschaften haben und dem Kind Sicherheit bieten. Das Gefühl der Sicherheit durch eine gute Beziehung zur Fachkraft ist die Grundlage für gelingende Bildungsprozesse bei der Tagespflege und einen gesunden Start des Kindes in seinen neuen Lebensabschnitt. Darüber hinaus soll das Kind selbstverständlich die Einrichtung mit all ihren Abläufen, Regeln, Ritualen aber auch ihren Menschen und Räumen in aller Ruhe kennen lernen. Für die Eltern bietet die Eingewöhnungszeit eine besondere Form des Einblicks in die Arbeit der Tagesmutter, der eine gute Grundlage für die folgende Erziehungs- und Bildungspartnerschaft legt.

  

Ablauf der Eingewöhnung:

3 Tage Grundphase

4. Tag
Trennungsversuch

Stabilisierungsphase

Schlussphase

Die Mutter (oder der Vater) kommt mit dem Kind zusammen in die Krippe (möglichst immer zur gleichen Zeit), bleibt ca. 1 Stunde zusammen mit dem Kind im Gruppenraum und nimmt danach das Kind wieder mit nach Hause.


ELTERN:
• eher passiv
• das Kind auf keinen Fall drängen, sich von ihm zu entfernen
• immer akzeptieren, wenn das Kind ihre Nähe sucht. Die AUFGABE der ELTERN ist es, "SICHERER HAFEN" zu sein.
• möglichst NICHT lesen, stricken oder mit anderen Kindern spielen. Das Kind muss das Gefühl haben, dass die Aufmerksamkeit der Mutter jederzeit da ist.

ERZIEHERINNEN:
• Vorsichtige Kontaktaufnahme OHNE ZU DRÄNGEN. Am besten über Spielangebote oder über eine Beteiligung am Spiel des Kindes.
• BEOBACHTUNG des Verhaltens zwischen Mutter und Kind.

In diesen ersten 3 Tagen KEIN Trennungsversuch !!!

(wenn es ein Montag ist, erst am 5. Tag)


ZIEL: vorläufige Entscheidung über die Dauer der Eingewöhnungsphase:
Einige Minuten nach der Ankunft im Gruppenraum verabschiedet sich die Mutter vom Kind, verlässt den Raum und bleibt in der Nähe.
Die REAKTIONEN des Kindes sind der Massstab für die Fortsetzung oder den Abbruch dieses Trennungsversuches:
• gleichmütige, weiter an der Umwelt interessierte Reaktionen. Bis maximal 30 Minuten Ausdehnung der Trennung.
• Dies gilt auch dann, wenn das Kind zu weinen beginnt, sich aber rasch und dauerhaft von der Erzieherin beruhigen lässt.
• wirkt das Kind nach dem Weggang der Mutter verstört (erstarrte Körper-haltung) oder beginnt untröstlich zu weinen, so muss die Mutter sofort zurückgeholt werden.

Ab dem 4 Tag versucht
• die Erzieherin von der Mutter
die Versorgung des Kindes zu
übernehmen:
   - Füttern
   - Wickeln
   - sich als Spielpartner anbieten


• die Mutter überlässt es jetzt immer öfter der Erzieherin auf Signale des Kindes zu reagieren und hilft nur noch, wenn das Kind die Erzieherin noch nicht akzeptiert.

Nur wenn das Kind sich beim Trennungsversuch am 4. Tag von der Erzieherin trösten ließ bzw. gelassen auf die Trennung reagiert, sollte die Trennungszeit am 5. Tag ausgedehnt werden. Am 5. und am 6. Tag ist die Anwesenheit der Mutter in der Krippe notwendig, damit sie bei Bedarf in den Gruppenraum geholt werden kann.
 

Wenn sich das Kind am 4. Tag nicht trösten ließ, sollte die Mutter am 5. und am 6. Tag mit ihrem Kind wie vorher am Gruppengeschehen teilnehmen und
je nach Verfassung des Kindes am 7. Tag einen erneuten Trennungsversuch machen.

Die Mutter hält sich nicht mehr im Kindertagesheim auf, ist jedoch JEDERZEIT erreichbar, falls die Tragfähigkeit der neuen Beziehung zur Erzieherin noch nicht ausreicht, um das Kind in besonderen Fällen aufzufangen.


• Die EINGEWÖHNUNG ist beendet, wenn das Kind die Erzieherin als "SICHERE BASIS" akzeptiert hat und sich von ihr trösten lässt.
• Dies ist z. B. dann der Fall, wenn das Kind gegen den Weggang der Mutter protestiert (Bindungsverhalten zeigt), sich aber schnell von der Erzieherin trösten lässt und in guter Stimmung spielt.

Quelle: Infans, Berlin 1990

 

Spielen

Spielen ist der Motor der Entwicklung.

Das kindliche Spiel mag für einen Erwachsenen manchmal als eine unnütze Tätigkeit gesehen werden, doch im Spiel eignen sich die Kinder einen Großteil ihrer Fertigkeiten an. Sie üben sich in alltäglichen Handlungsweisen und lernen ihre Umwelt kennen.

Aus diesen Gründen ist es uns besonders wichtig den Kindern viel Raum für ihre eigenständigen Erfahrungen zu schaffen. Dabei bieten wir ihnen unterschiedliche Spielmaterialen an. In erster Linie sollen die Kinder die Möglichkeit bekommen, mit sogenannten “wertfreien” Spielsachen zu spielen (Bsp. ein Holzklotz bekommt durch das Kind die Funktion eines Autos zugewiesen). Ebenfalls sollen die Kinder Spielmaterialen aus dem alltäglichen Leben angeboten bekommen, wie zum Beispiel Schüsseln, Dosen, etc..

In diesem freien Spiel der Kinder, werden wir ihnen als Spielpartner, Ansprechperson und Impulsgeberin zur Seite stehen. Wir werden sie in ihrer selbstständigen Entwicklung unterstützen, indem wir sie in ihrem Handeln bestärken.

 

Bewegung

Bei unserem täglichen Miteinander, ist uns die Bewegungsfreiheit der Kinder besonders wichtig. Durch Bewegung erschließen sich unsere Kinder die Welt. Sie sammeln in erster Linie Erfahrungen mit ihrem eigenen Körper doch diese erweitert sich zusehends um Erfahrungen mit dem Raum und den ihnen angebotenen Materialien. Uns ist es wichtig, dass die Kinder sich viel bewegen können und viel ausprobieren dürfen. Dazu gehört neben dem Freiraum im Haus auch viel Bewegung in der Natur. Dafür nutzen wir einen kleinen Garten hinter dem Haus, den nahe gelegenen Spielplatz, sowie den fußläufig erreichbaren Wald.

 

Sprache

Oft kommen die Kinder in einem Alter zu uns, in dem sie beginnen erste Wörter zu sprechen. Wir möchten diese Anfänge fördern und unterstützen, indem wir mit ihnen viel singen, Fingerspiele spielen und Bilderbücher betrachten. Mit Wimmelbüchern möchten wir die Sprechfreude der Kinder stärken. Durch Wiederholungen möchten wir die Kinder anregen mit zu machen.

 

Angebote

Neben dem freien Spiel, machen wir den Kindern auch kleine Angebote. Je nach Alter geben wir ihnen Materialien zum freien Gestalten wie zum Beispiel Fingerfarben, verschiedene Malstifte, Kleister und Papier oder ähnliches.

Wir haben eine kleine Auswahl an unterschiedlichen Musikinstrumenten, die wir den Kindern zum gemeinsamen Singen und musizieren anbieten. Mit vielen Liedern, Fingerspielen und dem Betrachten von Bilderbüchern, möchten wir die Sprachfertigkeit der Kinder zusätzlich fördern.

Zu unserem Jahreszeitlichen Ablauf gehören auch ein gemeinsames Osterfrühstück mit den Kindern, ein jährlicher Besuch im Kölner Zoo, ein Sommerfest mit allen Eltern, das Basteln von Laternen und der Besuch des Martinszuges im Dorf, sowie die Gestaltung der Weihnachts- und Adventszeit.

  

Rituale

Zu den täglichen Ritualen gehört unser morgendlicher Sitzkreis. Gemeinsam mit den Kindern und einer Handpuppe (Living Puppets) setzen wir uns in einen Kreis und singen, erzählen und machen Fingerspiele. In der Adventszeit gibt es einen Adventskranz der in der Mitte steht und wir haben einen Adventskalender in Buchform den wir mit den Kindern lesen.

Vor dem Mittagessen gehen alle Kinder gemeinsam Hände waschen. Das Mittagessen starten wir mit einem Tischspruch bei dem wir uns die Hände reichen.

Zum Einschlafen versuchen wir eine angenehme Atmosphäre zu schaffen, indem wir jeden Mittag eine CD mit Schlafliedern anmachen.

Bei unserem wöchentlichen Besuch beim Bauern erhält jedes Kind ein Stück Möhre.

 

Tagesablauf

7:30 – 9:00 Uhr               Bringzeit

7:30 – 9:00 Uhr               Möglichkeit zu frühstücken

9:30 – 10:00 Uhr             Morgenkreis mit anschließender Obstrunde

7:30 – 10:00 Uhr             freies Spiel

10:00 – 11:30 Uhr          kleine Angebote, Spaziergänge, Spiel im Garten oder Spielplatz, Besuch beim Bauern etc.

11:30 – 12:00 Uhr          Mittagessen

12:00 – 14:00 Uhr          fertig machen zum Mittagsschlaf und Mittagsruhe

14:00 – 14:30 Uhr          Imbiss am Nachmittag

14:30 – Ende                 Abholzeit, freies Spiel im Haus oder Garten

 

Individuelle Bedürfnisse von jüngeren Kindern bezüglich der Mahlzeiten und Schlafens-zeiten werden natürlich berücksichtigt.

 

Malzeiten

Am Morgen bieten wir den Kindern die Möglichkeit bei uns zu frühstücken. Die Kinder können frei wählen, ob sie gerne Brot oder vielleicht auch ein Müsli essen möchten. Zur Obstrunde gibt es immer frisches Obst und Gemüse. Je nach Wunsch der Kinder gibt es auch schon mal einen Joghurt.

Das Mittagessen kochen wir selbst und nehmen dafür in erster Linie frische Zutaten, welche wir mit Gefrorenem kombinieren.

Nach dem Schlafen gibt es noch mal eine Zwischenmahlzeit. Diese wechselt zwischen Obst und Jogurt/Quark oder mal ein paar kleinen Brezeln, Knäckebrot etc. .

Als Getränke bieten wir Wasser und ungesüßten Tee an, ab und an auch mal eine Saftschorle. Kuchen oder andere Süßigkeiten gibt es bei uns nur zu besonderen Anlässen wie Geburtstagen, Weihnachten, Ostern...

Tagespflege Schneckenhaus  |  info@schneckenhaus-bruehl.de